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Vom Advent, dem Abenteuer der Ankunft

Rhythmisiertes „Plangen“

Der Advent ist da. Die Zeit vor Weihnachten, welche geprägt ist von zahlreichen Bräuchen, die uns auf das Weihnachtsfest einstimmen. Dazu könnten zählen: Keckse oder Grittibänzen backen, Kerzen an den Sonntagen vor Weihnachten entzünden, Adventskranz binden, Glühwein kochen (und trinken), eine ganz bestimmte CD mit Chorgesang auflegen, selbst singen, für jemanden einen Adventskalender fertigen, am Wintermarkt schöne Geschenke kaufen … Vielleicht haben Sie und ihre Familie aber auch ganz eigene Bräuche, welche nicht zu den kollektiven vorweihnachtlichen Handlungen gehören?

Es geht mehrheitlich darum, in eine besondere Stimmung zu kommen, in Gefühle der (Vor-)Freude versetzt zu werden, Wärme in den kälter und dunkler werdenen Tagen zu spüren. Jährlich wiederkehrende Eregnisse lassen uns auch stärker spüren, was wir im Verlauf eines Jahres durchlebt und erreicht haben; sie rhythmisieren.

Bild: AdventsAtelier in unserem Partnergeschäft Atelier für Kreatives, Hinwil ZH

„Advent“ heisst wörtlich „Ankunft“

Und es kommt vom Lateinischen „adventus“. Die Zeit vor Weihnachten scheint also auch ein Sehnen nach einer Ankunft zu sein. Ein Warten sogar? Im Schweizerdeutschen gibt es dafür den schönen Ausdruck „plangen auf“.

Ob wir dieses „Plangen“ nun mit kollektiven Ritualen oder individuell schmücken, gefolgt wird einer Dramaturgie, die sich auf den Zeitpunkt der Weihnachtstage zubewegt. Eventuell ist sie begleitet von einer gewissen Spannungssteigerung.

Der Kern und die Hülle

Hören Sie in sich hinein. Welche „Ankunft“ ist es, die Sie persönlich erfreut? Gemeint ist der Kern der Sache. Ihn können wir nämlich auch beibehalten und ausleben mit den Corona-Bestimmungen. Im Kern ist immer alles ganz einfach.

Wenn Sie christliche Werte pflegen, fällt ihnen die Antwort nicht schwer: Sie erwarten und feiern die Ankunft des Herrn, die Geburt Christi. Der Rahmen, die Form mag dieses Jahr angepasst werden müssen, doch den Kern kann Ihnen niemand nehmen.

Für viele andere – und dazu zähle ich mich selbst – ist Weihnachten gleichsam festlich gerahmt, doch ohne den christlichen Bezug. Und dieses Jahr frage ich mich ganz besonders: Um was geht es mir dabei, was bedeutet mir das Fest und auf welche Ankunft mag ich „plangen“?

Auf die Ferien und das Ausspannen.
– ja, schon, aber das ist zu profan.

Auf die zahlreichen feinen Essensgelage.
– phuuu, eigentlich müsste das nicht sein.

Auf das Zusammensein in der Familie. – ja, aber da fehlt noch die metaphysische Komponente.

Was ich mir wünsche, ist ein Ritual, das für mich und meine Liebsten sinnbehaftet ist und uns in Verbindung bringt: Miteinander und mit der Natur und auch mit etwas Kosmischem.

Den Kern habe ich, die Form wird sich noch finden.

Bild: Weihnachtsbild gemalt von Marina Lussi

Flexibles Abenteuer

Wenn wir uns Zeit nehmen, bietet sich im Adaptieren von Ritualen auf individuelle Bedürfnisse viel Potential. Benötigt ist ein gewisses Mass an Flexibilität, denn immer wieder wird Frau*Mann über das „Wie“ nachdenken müssen. Ein Programm abspulen geht nur bedingt. Es ist halt so: Zur „Ankunft“ gehört eben auch das „Abenteuer“! (Und das nicht nur, wenn wir die Wortherkunft betrachten…)

Vielleicht haben Sie ja Lust, sich ebenfalls in dieses Abenteuer zu begeben?

… geht auch in der Küche

Kuchenam wird Guetzlinam

Mir machen die Produkte von FIVE ELEMENT FOOD Freude, weil ich sie vielfältig einsetzen kann (Stichwort Adaption).

Frau*Mann nehme

250 g KUCHENAM (für eine kleine Portion Keckse)
4-5 EL Pflanzenöl
8 EL Getreidemilch
evtl. etwas süssen mit Birnel

Zubereitung

1. Mit Teighorn oder von Hand zu Teig kneten (mürbig und lecker duftend!)
2. Mehl auf Tisch und gleichmässig dünn auswallen
3. Backofen einschalten 180°C
4. Guetzli ausstechen
5. ca. 15 min backen

Als gesunde Brunsli essen, mit Konfitüre Spitzbuben-Doppeldecker machen oder evtl. mit einem zuckerarmen Kakaoguss bestreichen. Ein geschmackliches Abenteuer!

Marina Lussi, Gestalterin in Wort und Bild
www.marinalussi.ch , www.honigwort.ch

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