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FREIHEIT DURCH GRENZEN

Nach einem stillen Frühling erleben wir einen üppigen Sommer

Alles gedeiht, die Bienen sind emsig am Werk und erfüllen die Luft mit Summen. Wie habe ich in den vergangenen Jahren dieses Summen vermisst! Obwohl ich in einer ländlichen Gegend lebe, schien es kaum noch Bienen zu geben.
Der Frühling mit Lockdown hat uns vieles zurückgegeben: Stille, saubere Luft, einen klaren Himmel und Zeit zum Nachdenken.
Ich habe mit Menschen gesprochen, die nur eines wollten: ihr altes Leben zurück. Im Stillen sind sie zu beneiden, weil sie scheinbar fähig sind, in der Freiheit unserer Kultur ein perfektes Leben einzurichten, ohne sich zu verlieren.
Während dessen stellten andere in dieser Zeit fest, dass in ihrem Leben einiges im Argen liegt.
Erstere leben nach den Lockerungen wieder wie zuvor oder intensiver, zweitere suchen nach neuen Wegen. In diesem Sinn stellt sich die Frage:

wieviel Freiheit IST eigentlich erträglich?

Ausbrechen aus seinem alten Leben bedeutet, bewusst zu entscheiden, sich neu zu orientieren und, je nach dem, gewohnte Sicherheiten aufzugeben. Wodurch sich die Frage aufdrängt, was denn Sicherheit bedeutet. Bin ich in Sicherheit, weil ich genügend verdiene oder gutes Erspartes habe? Garantiert mir ein voller Geldbeutel Gesundheit bis ans Lebensende, oder gar Unsterblichkeit? Ist meine soziale Stellung Garant für Zufriedenheit und ein glückliches Liebesleben? Machen Krieg, Flüchtlingswellen und Umweltverschmutzung einen Bogen um mein schönes Zuhause?

Kostbare Grenzen

Gesundheit, soziales Netzwerk, Bankkonto und ein intaktes Umfeld setzen uns natürliche Grenzen. Und diese Grenzen sind kostbar, denn sie dienen uns zur Orientierung. Sie zeigen uns auf, welchen Weg wir gehen können und zwingen uns gegebenenfalls, langsamer zu werden oder Umwege einzulegen.
Wir entscheiden, wie wir mit dem Leben umgehen. Wir haben die Freiheit, uns über Einschränkungen zu ärgern oder den Gewinn darin zu erkennen. Durch ein verlangsamtes Tempo haben wir die Möglichkeit, unsere Umwelt wahrzunehmen. Durch das Tragen einer Maske fällt es uns leichter, Einkehr zu halten, und durch das Bewusstsein, dass nichts im Leben sicher ist ausser der Veränderung, werden wir dankbar für das, was das Leben uns schenkt. So bleiben wir lebendig.

«Es gibt nichts Gutes ausser man tut es»

Unbekannte Quelle

Ich wünsche Euch die Freiheit, Gutes zu gestalten und zu erleben und einen zauberhaften Sommer 2020!

Ein Beitrag von Nathalie Uhl
Ernährungsberaterin nach den 5 Elementen (TCM), Wald ZH, www.praxis.nuhl.ch

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